Sascha A. Drache über "falsch reich" und die richtige Ordnung der Großzügigkeit
Sascha A. Drache denkt in Generationen, nicht in Quartalen. Seit 17 Jahren berät er vermögende Privatpersonen und Stiftungen zur Struktur ihres Vermögens. Seine These im Gespräch: Wer wirklich großzügig sein will, muss zuerst Ordnung schaffen. Erst dann trägt, was aufgebaut wurde – auch über die eigene Lebenszeit hinaus.
Drache ist als Architekt für Vermögensschutz tätig und hat in seiner Beratungspraxis bereits mehr als 800 Unternehmer und Familien begleitet. Gerade erscheint sein drittes Buch, „falsch reich – Warum Erfolg nicht trägt", im September 2026. Darin stellt er die Frage, die nach allem Erreichten übrig bleibt: Trägt das Aufgebaute auch ohne den, der es aufgebaut hat?
„Ordnung ist die Grundlage der Großzügigkeit!“
Im Gespräch beschreibt Drache, warum viele vermögende Menschen und Stiftungen zwar erfolgreich, aber strukturell ungeordnet sind. Die Zahlen stimmen, das Unternehmen läuft – und trotzdem bleibt oft ungeklärt, was von alldem ohne die Gründerperson tatsächlich Bestand hätte. Erst wer diese Unordnung anerkennt, kann beginnen, wirklich vorzusorgen – für die eigene Familie, aber auch für gemeinnützige Zwecke.
Sein Blick reicht dabei weit über das eigene Leben hinaus. Diese Haltung prägt auch seine Sicht auf Stiftungen als eigenständiges Vehikel – losgelöst von einzelnen Personen. Wer heute eine Stiftung gründet, denkt nicht in Jahresberichten, sondern in Jahrhunderten. Für Drache ist das kein abstraktes Ideal, sondern die Konsequenz aus Jahren der Beratungspraxis: Nachhaltige Großzügigkeit braucht klare Strukturen, die den Einzelnen überdauern.
„Ich denke bei meiner Beratung in hundert, zweihundert Jahren und darüber hinaus!“
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