Kevin Kühnert kämpft für die Finanzwende
Kevin Kühnert kennt den Unterschied zwischen politischer Macht und gesellschaftlicher Wirkung – er hat beides erlebt. Als Juso-Chef wurde er zur Stimme einer Generation, als SPD-Generalsekretär saß er im Maschinenraum der Partei. Heute bedient er an andere Hebel: Bei der Bürgerbewegung Finanzwende leitet er den Bereich Steuern, Verteilung und Lobbyismus – fernab von Fraktionssitzungen, aber mitten im Kampf um faire Finanzmärkte.
Finanzwende e. V. ist eine Bürgerbewegung – eine gemeinnützige Organisation, die sich für faire Finanzmärkte, Steuergerechtigkeit und den Abbau von Lobbyeinfluss einsetzt. An Kühnerts Seite arbeitet Wiebke Johanning, erfahrene Journalistin und zuständig für das Fundraising des Vereins. Zusammen zeigen die beiden, wie zivilgesellschaftliche Arbeit heute aussieht: hartnäckig, unabhängig von Parteibüchern, mit einem klaren Blick auf das, was in Parlamenten oft zu kurz kommt.
„Sicher hat meine Popularität der Sache geholfen!“
Im Podcast spricht Kühnert darüber, wie zivilgesellschaftliche Organisationen heute Einfluss nehmen – jenseits von Parlamenten und Parteien. Wie viel Gewicht hat ein bekannter Name, wenn es um echte Veränderung geht? Und was braucht es, um in Zeiten der Polarisierung nicht zu verstummen? Kühnert kennt die Antwort aus erster Hand: Aufmerksamkeit ist ein Werkzeug – aber nur, wenn sie in echte Arbeit übersetzt wird. Ohne Fraktionszwang, aber mit einem Namen, der Türen öffnet, verhandelt er heute für Themen, die in Talkshows selten Sendezeit bekommen.
Er teilt auch Erfahrungen, die nicht immer bequem sind. Rückschläge gehören dazu – genau wie der Druck, der auf Menschen lastet, die öffentlich für Veränderung eintreten. Kühnert kennt beide Seiten: den Applaus und die Häme, die Zustimmung und den Shitstorm. Aufgeben war für ihn nie eine Option. Der Ausstieg aus der Politik war für ihn kein Rückzug aus der Sache – nur ein anderer Weg, sie weiterzutreiben. Das erklärt, warum er nicht verstummt ist, sondern woanders weitermacht.
„Zurückziehen, den Schwanz einziehen, kann ja auch keine Lösung sein!“
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