Silke Linsenmaier und die Lebensheldinnen
Silke Linsenmaier hat zwei Leben gelebt – erst über zwanzig Jahre als Unternehmensberaterin, dann als Gründerin von LebensHeldin! e.V., dem ersten gemeinnützigen Verein im deutschsprachigen Raum, der Frauen während und nach einer Brustkrebserkrankung begleitet.
2018 rief sie den Verein gemeinsam mit Isabella Ladines ins Leben. Vorher beriet Silke Linsenmaier als Unternehmerin Handels- und Konsumgüterunternehmen, unter anderem auch Tchibo, zu Category Management und Sortimentsstrategie. Diese Beratungserfahrung bringt sie heute in den Aufbau ihres Vereins ein – strategisch, klar, mit Blick fürs große Ganze.
„LebensHeldin! konzentriert sich nicht auf die Krankheit, sondern auf die Unterstützung!“
LebensHeldin! e.V. dreht die Perspektive um. Statt auf Diagnosen und Defizite zu schauen, rückt der Verein Stärken und Potenziale in den Mittelpunkt. Silke Linsenmaier erzählt, wie diese Haltung praktisch wird – in Begegnungen, Coachings und einem Netzwerk, das Frauen genau dort auffängt, wo sie nach dem Ende der Behandlung oft allein gelassen werden. Positives Empowerment ist für sie kein Schlagwort, sondern gelebte Vereinsarbeit.
Ihre unternehmerische Vergangenheit hat ihr dabei geholfen, aus einer Idee eine tragfähige Struktur zu machen. Trotz Rückschlägen und begrenzten Ressourcen ist sie ihrer Kernidee treu geblieben – und genau das, sagt sie, unterscheidet ein Herzensprojekt von einer wirksamen Organisation.
„Wenn ich als Gründerin eines gelernt habe, dann: bei der Kernidee zu bleiben!“
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