Nicolaus Stadeler und der Erfolg der Seenotretter
eute begrüßen wir Nicolaus Stadeler, Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS). Vor seiner Tätigkeit bei den Seenotrettern war er drei Jahre bei der Deutschen Wildtier Stiftung in Hamburg engagiert – eine spannende Kombination aus Naturschutz und Rettungsarbeit auf See. Im Gespräch mit Andreas Schiemenz und Jörg Schumacher gibt er einen Einblick in das sehr erfolgreiche Fundraising der Seenotretter:
„Unsere berühmten und sehr erfolgreichen Sammelschiffchen gibt es seit 150 Jahren!“
Seit 1865 rettet die DGzRS Menschen aus Seenot – ein beeindruckendes Kapitel deutscher Stiftungs- und Hilfstradition. Die Gesellschaft wurde in Kiel gegründet und hatte schon 1910 ein Netz mit 129 Rettungsstationen aufgebaut. Die Retter haben bisher über 86.000 Seeleute und Wassersportler aus Seenot gerettet oder Gefahren befreit.
Die DGzRS erhält keine staatlichen Gelder und deckt den größten Teil ihrer Kosten durch Spenden. Nicolaus Stadeler will die Balance zwischen Tradition und moderner Fundraising-Strategie halten. In unserem Gespräch erzählt er, warum kleine, bekannte Aktionen so viel Wirkung entfalten können und wie das Vertrauen der Spender bewahrt wird: Auch wenn es heute viele digitale Möglichkeiten gibt, bleibt der menschliche Zugang zentral. Mit viel Feingefühl, Wertschätzung und Respekt stellen die Seenotretter sicher, dass das Engagement lange anhält und wirkungsvoll bleibt. Stadeler sagt:
„Wir bedrängen unsere Spender nicht, wir schicken Ihnen nur vier Mal im Jahr etwas zu…“
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